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Am 05.03.2015 fanden in Frankfurt (Oder) die deutschen Einzelmeisterschaften der männlichen und weiblichen U21 im Judo statt. Wie bereits berichtet, hatten sich vom VfL Germania Leer Rieke Meyer und Lennart Boss vor 3 Wochen über die Meisterschaften auf Norddeutscher Ebene für diese Veranstaltung  qualifiziert, was bereits für unsere Region in dieser Sportart einen sehr großen Erfolg bedeutet.

Zusätzlich zu den Qualifikanten aus den übrigen Regionen waren auf diesen Meisterschaften gesetzte Judoka des Bundeskaders, die u.a. bei Europa- und Weltmeisterschaft starten, vertreten.

Anders als bei den Meisterschaften in den vorherigen Altersklassen, bei denen ein Kämpfer nach einem verlorenen Kampf noch aus eigener Kraft Platz 3 erreichen konnte, kam hier das Wettkampfprinzip: „KO-System mit doppelter Trostrunde“ zur Anwendung. Hierbei haben nur diejenigen Judoka eine Chance auf Platz 3, wenn sie einen direkten Kampf mit dem späteren Poolsieger verloren.

Lennart Boss traf in seinem Kampf auf den südwestdeutschen Meister, einen deutlich größeren Gegner, so dass seine eigene Spezialtechnik wirkungslos blieb. Nach einer Umstellung der Kampftaktik gelangen ihm im Verlauf des Kampfes einige gute Aktionen, die leider ohne eine zählbare Wertung blieben. So bedeuteten zwei mit Waza-ari bewertete Fußtechniken des Gegners die Niederlage in diesem Kampf. Da dieser im Folgekampf ebenfalls verlor, bedeutete diese Niederlage gleichzeitig das Aus bei diesen Meisterschaften.

 

Rieke Meyer traf in ihrem ersten Kampf auf eine Judoka aus Freiburg, die bereits große internationale Erfahrungen aufweisen kann ( u.a. einen 3. Platz bei den Junioren-Weltmeisterschaften). Trotzdem ging sie diese Begegnung couragiert an, wurde aber bei eigenem Wurfansatz gekontert und geriet in einen Haltegriff, aus dem sie sich nicht mehr befreien konnte und verlor damit den Kampf gegen die spätere Deutsche Meisterin. Damit durfte sie aber in der Trostrunde starten und traf dort gleich auf eine ebenfalls international erfahrene Judoka aus Hessen, die letzte Woche in der Altersklasse U18 Deutsche Meisterin wurde. Auch hier musste sie den Kampf in der Bodenlage nach einem geglückten Würger der Gegnerin verloren geben. Somit waren auch für sie die Meisterschaften beendet.

 

Auch wenn sich die Bemühungen nicht in Medaillen ausgedrückt haben, war Trainer Matthias Boss zufrieden mit den gezeigten Leistungen, da beide Kämpfer positives Judo und nicht nur abwartendes Verhalten gezeigt haben. Für die Athleten war allerdings bereits die Teilnahme an diesen Meisterschaften ein sehr großer Erfolg.

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